Gemeinderadtour 2013

Es waren nicht viele, die sich am 20. Juli bei Daphne – der Skulptur an der Friedensbrücke über der Alten Elbe – einfanden, um ins nördliche Magdeburger Umland zu radeln.

Aber spätestens nach der Radtour wussten wir alle, dass es nicht zwingend viele Teilnehmer braucht, um so eine Unternehmung als harmonisch und rundum gelungen zu empfinden.

Alle Radelwilligen waren in freudiger Stimmung, als es bei strahlendem Sonnenschein um 10 Uhr in Richtung Hohenwarthe losging. Wir waren gespannt, wie sich der Elberadweg nach dem Hochwasser präsentieren würde. Auf unserem Streckenabschnitt war er in einem unvermutet guten Zustand. Links und rechts des Weges boten sich jedoch zum Teil noch schlimme Bilder, die das Ausmaß der Überschwemmungen erahnen ließen.

Auf den Elbwiesen sahen wir in einiger Entfernung eine große Anzahl Störche. Es machte den Eindruck, dass sie sich schon für die Reise in den Süden sammeln, aber das beginnt wohl erst Anfang August. Ins Bein gebissen wurde niemand…

Erste Rast war vor Hohenwarthe. Als wir dort steinerne Jakobsmuscheln vorfanden und dazu einige Erklärungen, staunten wir nicht schlecht. Niemand von uns wusste, dass wir uns gerade auf dem Jakobsweg befanden.

Über das Wasserstraßenkreuz von Magdeburg ging der Weg weiter über die Kanalbrücke. Sie führt den Mittellandkanal über die Elbe hinweg. Als Nächstes lockte eine Landgaststätte in Glindenberg, wo wir auf dem grünen Innenhof ein-zwei-drei kühle Getränke und ein leckeres Gulasch serviert bekamen. Am liebsten wären wir hier sitzengeblieben, aber wir hatten erst Halbzeit und noch Schönes vor uns. Zunächst war es die Aussichtsplattform der neuen Sparschleuse Rothensee mit einer wunderbaren Aussicht, aber auch mit einem unglaublich erfrischenden Lüftchen.

Entlang des Mittellandkanals radelten wir nun Richtung Barleben und Magdeburg. Es war einfach schön zu beobachten, wie jeder mit jedem im Gespräch war. Vielleicht wurde dadurch manche Schönheit am Wegesrand übersehen, dafür aber Schönes an Bruder und Schwester entdeckt. Das war es wohl auch, was die Hitze des Tages ein Stück nach hinten treten ließ, wenngleich sich nach und nach alle auf Uterweddes Garten – einem kleinen Paradies inmitten der Großstadt – freuten. Als wir dort ankamen, war bereits alles liebevoll vorbereitet: Der Kaffee gekocht, die Tische gedeckt. Das ging hin bis zu Wunderkerzen, die nun für ein Ehepaar entzündet wurden, das an diesem Tag „Feuerhochzeit“ hatte. Danke für alle Mühe; es hat sich gelohnt!

RS