Der Apostel legte seiner Predigt das Wort aus Psalm 57, die Verse 2 und 3 zugrunde:
„Sei mir gnädig, Gott, sei mir gnädig! Denn auf dich traut meine Seele, und unter dem Schatten deiner Flügel habe ich Zuflucht, bis das Unglück vorübergehe. Ich rufe zu Gott, dem Allerhöchsten, zu Gott, der meine Sache zum guten Ende führt.“
Aus diesem Bibelwort entwickelte der Apostel verschiedene Kernbotschaften:
1. Der dreieinige Gott ist unser Zufluchtsort
Wie David in seiner Not ruft auch der gläubige Mensch zu Gott. Sich bei Gott in Zuflucht zu begeben, ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein bewusster Akt des Willens und des Vertrauens. Wer zu Gott flieht, bekennt: „Ich brauche dich, ich vertraue dir und rechne mit deiner Hilfe.“
2. Zuflucht bedeutet, Gottes Allmacht und Allwissenheit anzuerkennen
Zuflucht bei Gott heißt zu wissen: Gott ist alles und weiß alles. Für Gott ist nichts unmöglich. Seine Hilfe ist die beste Hilfe, und wir dürfen ihm vollständig vertrauen.
Gottes Hilfe offenbart sich in besonderer Weise in seinem Wort. Das Wort Gottes ist eine große Kraft für uns Menschen. Diese Kraft darf nicht unterschätzt werden – sie wirkt oft tiefer und nachhaltiger als ein äußerlich sichtbares Wunder, das wir uns manchmal in unserer Not wünschen würden.
3. Wo findet man Zuflucht?
- Die Kirche ist ein Zufluchtsort, ein Ort, an dem wir Gottes Nähe und Trost erfahren können.
- Die Gemeinschaft der Gläubigen ist ebenfalls ein Zufluchtsort – vorausgesetzt, alle tragen dazu bei. Hier dürfen wir nicht nur empfangen, sondern auch geben. Es sei an das Wort erinnert: „Es gibt mehr Glück im Geben als im Nehmen.“ Eine lebendige, liebende und füreinander einstehende Gemeinde kann so zu einem erfahrbaren Raum der Geborgenheit und Gottesnähe werden.
Im Rahmen dieses Gottesdienstes wurde für die Gemeinde Magdeburg-Süd zudem ein weiterer Vorstehervertreter ernannt, um die seelsorgerische Betreuung und die Leitung der Gemeinde weiterhin gut abzusichern.
Neuapostolische Kirche